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CBD Merkblatt - Wissenswertes zu Hanf und Cannabidiol(CBD)

Wissenswertes zu Hanf

In folgendem Beitrag finden Sie diverse Informationen über Hanf und CBD sowie deren mögliche medizinische Anwendungen und Wirkungen.

Biologie

Hanf (Cannabis Sativa L.) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und wurde in China schon vor mindestens 10.000 Jahren genutzt. Hanf ist von Natur aus zweihäusig, das heisst er wächst als männliche oder weibliche Pflanze heran. Für den Biologen ist Hanf eine Pflanze aus der Familie der Cannabiceae (Hanfgewächse). Er ist der nächste Verwandte des Hopfens und gehört zur Ordnung Urticales (Bäume, Sträucher, verholzte und krautige Kletterpflanzen).

Hanf wächst sehr schnell und ist hinsichtlich der Bodenzusammensetzung eine anspruchslose Pflanze. Er gedeiht in nahezu allen Regionen, die besten Erträge liefert er aber in Gebieten mit reichlich Wasser und gemäßigtem Klima. Oft kann man bereits nach 100 Tagen ernten. Hanf hat eine große natürliche Widerstandsfähigkeit gegen fast jeden Krankheitsbefall und ist auch gegen Schädlingsbefall dank seiner “Abwehrstoffe” THC und CBD bestens gerüstet.

Geschichte

Am 17.Dezember 1924 beschlossen die Teilnehmer der Genfer Opiumkonferenz den “Indischen Hanf” unter gleich strenge Kontrolle wie Opium, Morphin, Heroin und Kokain zu stellen. Erst in den 90ern kam durch die Zulassung von Faserhanfpflanzen mit einem Wirkstoffgehalt von unter 0,3% wieder Bewegung in die gesetzliche Lage. Im Jahre 2005 wurde Hanf von europäischen Unternehmen schon auf mehr als 16.000 ha angebaut. Die daraus gewonnenen Hanffasern werden heute hauptsächlich für Spezialzellstoffe, Verbundwerkstoffe und Dämmstoffe genutzt.

Heute ist Hanf eine zwiespältige Angelegenheit, da auf einen Seite der Besitz und Handel von so genanntem Rauschhanf mit viel Aufwand von Staaten in aller Welt verfolgt wird. Harmlose Hanfkonsumenten werden finanziell ruiniert und ins Gefängnis geworfen, ja sogar getötet. Kranken Menschen, die schon durch ein Gramm des Wirkstoffs der Pflanze Linderung ihrer Schmerzen erfahren würden, wird diese vorenthalten. Auf der anderen Seite wird Nutzhanfanbau von der EU mit Steuergeldern gefördert und Automobilkonzerne verbrauchen legal tausende Tonnen Hanf pro Jahr.

Wirtschaft

Zurzeit ist es möglich, mindestens 50.000 Produkte aus Hanf herzustellen. Folgende Industrien verwenden Hanf: Papierindustrie,  Automobilindustrie, Bauwirtschaft, Textilindustrie, Lebensmittelbranche und die Landwirtschaft.

Einige Beispiele solcher Produkte sind Papier, Seile, Kleidung und vieles mehr

Hanf als Pflanze

Moderne Hanfbauern unterscheiden vier verschiedene Teile der Pflanze mit wirtschaftlicher Bedeutung.

Die Samen – Hanfsamen sind nicht nur lecker, sie sind auch gesund. Nachdem das Märchen vom “Rausch durch Samenkonsum” als solches erkannt war, fand aus den Samen gepresstes Hanföl schnell viele Freunde. Aber auch der Presskuchen, die Samenreste nach der Ölgewinnung, ist kein Abfall. Er findet z.B. in der Viehzucht als Futtermittel Verwendung.

Die Fasern – Hanffasern sind wegen ihrer Langlebigkeit und Schädlingsresistenz als Dämmstoff gefragt sowie für die Herstellung von Textilien und von Papier eignen sie sich. Hanffasern werden durch Brechen und Walzen der Stängel vom Rest der Pflanze getrennt. Je nach Länge der so gewonnenen Fasern entstehen aus ihnen grobe Fliese oder feinster Zellstoff.

Die Schäben – Schäben sind die Reste der verholzten Pflanzenteile, die sich nicht zur Fasergewinnung verwenden lassen. Dennoch sind sie kaum weniger wertvoll. Die 31.000 t Hanfschäben, die 2003 von europäischen Hanfbauern produziert wurden, finden vor allem als Tiereinstreu Verwendung. Besonders Pferde lieben die besonders absorptionsfähige Einstreu aus Hanf und Ihre Besitzer schätzen die leichte Kompostierbarkeit.

Die Blätter – Blatt und Blüte der Hanfpflanze können heute zu Ölen, Pflegeprodukten und Salben veredelt werden. Wasserdampfdestillate finden  als Geschmacksstoffe in Lebensmitteln oder als Geruchsstoff in z.B. Waschmitteln Verwendung.

 

Wissenswertes zu Cannabidiol(CBD)

Durch Versuche an der Marihuanapflanze wird das Wissen über sie stetig erweitert und heute sind uns etwa 85 Cannabinoide bekannt. Eine der größten durch die moderne Forschung gemachten Entdeckungen war das am zweitstärksten konzentrierte Cannabinoid, Cannabidiol. THC und CBD sind die natürlich weitaus am häufigsten vorkommenden Cannabinoide, von denen THC durchschnittlich 12-25% ausmacht und CBD 1-4%.

CBD gilt als ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, während THC einen Rauschzustand auslösen kann. Während sowohl das THC- als auch das CBD-Cannabinoid schon für sich genommen viele heilfördernde Eigenschaften besitzen, ist ihre Wirkung “mit vereinter Kraft” sehr viel beeindruckender.

Das Endocannibinoidsystem

Menschen und Säugetiere verfügen über ein körpereigenes Endocannabinoidsystem, dass diese Cannabinoide leicht im Körper aufnehmen und weiterverarbeiten kann. Diese werden über Cannabinoid – Rezeptoren gebunden und für den Körper verwertbar gemacht. Bisher sind zwei Typen bekannt, CB1 und CB2.

Das Endocannabinoidsystem ist das wichtigste physiologische System im Körper, das an der Einrichtung und Aufrechterhaltung der menschlichen Gesundheit beteiligt ist. Es hat Auswirkungen auf das Schmerzgefühl, beeinflusst Stimmungsschwankungen und das Gedächtnis.

Eigenschaften von CBD

CBD hat schmerzlindernde Eigenschaften und wirkt entkrampfend, anti-epileptisch, anti-psychotisch und angstlösend. CBD ist weiter entzündungshemmend und antioxidativ. Es hat nervenschützende Eigenschaften und wirkt antibakteriell gegen bestimmte Keime. CBD hemmt schliesslich Übelkeit und reduziert das Risiko für die Entwicklung von Diabetis. Das alles macht es zu einem interessanten Kandidaten für die Behandlung von chronischen Schmerzen, entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, Epilepsie, Angststörungen, Psychosen oder Schizophrenien.

Von besonderem Interesse ist das neuroprotektive Potenzial von CBD, welches gegenwärtig im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Huntington’s Disease oder amyotropher Lateralsklerose (ALS) genauer untersucht wird.

CBD Merkblatt Medizin

Medizinische Anwendungen von CBD

CBD kann in vielerlei Hinsicht mit Erfolg angewendet werden, einige Beispiele haben wir hier aufgelistet:

CBD und Schmerzen

Als vielversprechendes Schmerzmittel kann CBD helfen, es gilt eindeutig für Nervenschmerzen und Schmerzen, die aufgrund von Entzündungen entstehen. In diesen Fällen kann CBD gleichzeitig die Entzündung lindern und das Schmerzempfinden abschwächen. So hat sich CBD zur Schmerzbekämpfung bei multipler Sklerose als wirksam erwiesen, sowie bei anderen Arten von Schmerzen zeigt CBD eine erstaunliche Wirksamkeit.

CBD und Migräne

Obwohl die Ursachen von Migräne noch weitgehend im Dunkeln liegen, scheinen die starken Kopfschmerzen mit nervlichen Entzündungen zusammenzuhängen. Genetische Untersuchungen weisen weiter darauf hin, dass eine vorhandene Migräne-Neigung mit einem Mangel an CB1-Rezeptoren im Gehirn einhergehen könnte. CBD könnte hier helfen.

CBD und Epilepsie

Bei einigen Formen von Epilepsie vermag CBD die Anfälle wirksam zu unterdrücken, ohne neurotoxisch zu wirken oder einen gewöhnungseffekt herbeizuführen, der eine ständige Erhöhung der Dosis erforderlich machen würde. Das trifft vor allem auf bestimmte genetisch bedingte Epilepsieformen von Kindern zu. In Studien hat die Hälfte der Patienten unter CBD keine Anfälle mehr erlitten, während 38% zumindest eine teilweise Verbesserung erfahren haben.

CBD und Alzheimer

Bei einer Alzheimer-Erkrankung verkümmert das Gehirn zunehmend. Mögliche Gründe sind eine Entzündungsreaktion im Nervengewebe, Ablagerungen im Gehirn, das Absterben von Nervenzellen und oxidativer Stress. Verschiedene Studien zeigen, dass eine CBD-Behandlung die Entzündungsreaktion im Gehirn wirksam hemmen kann. Zudem vermindert CBD den oxidativen Stress und schützt die Nervenzellen vor dem Absterben oder der Degeneration.

CBD und Parkinson

Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, welche vom bekannten Zittern über eine eingeschränkte Beweglichkeit bis zur Muskelstarre verschiedene Symptome zeigen kann. Einer der Gründe ist das Absterben von Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn. Gemäss Studien schwächt CBD diesen Verlust an Dopamin. Zudem konnten die psychotischen Symptome von Parkinson-Patienten reduziert werden.

CBD und ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems, welche zu Lähmungen und Muskelschwäche führt. Studien zeigen übereinstimmend, dass CBD die Degeneration von Nervenzellen durch ALS stoppen oder zumindest verzögern könnte. Dies aufgrund seiner Fähigkeit, den Haushalt des Neurotransmitters Glutamat ins Gleichgewicht zu bringen, oxidativen Stress zu vermindern und lokale Entzündungsreaktionen zu dämpfen.

CBD und Schizophrenie

Während THC den Ausbruch von Psychosen begünstigt, bewirkt CBD genau das Gegenteil. In einer Doppelblindstudie aus dem Jahr 2012 waren CBD-Präparate bei Patienten mit akuter Schizophrenie ebenso erfolgreich wie Medikamente – jedoch mit weit weniger Nebenwirkungen. Die Fachwelt vermutet einhellig, dass dies mit der beschriebenen Erhöhung des Anandamid-Spiegels durch CBD zusammenhängt.

CBD und Krebs

Mehrere Studien zeigen krebshemmende Eigenschaften von CBD. In einer Studie hat CBD bei Brustkrebszellen den programmierten Zelltod ausgelöst. Auch bei Leukämiezellen wurde eine Reduzierung der Lebensfähigkeit und Herbeiführung des Zelltodes durch CBD beobachtet sowie für Prostatakrebszellen.

In Zellexperimenten hemmte CBD die Bildung von Metastasen bei Lungenkrebs. Eine weitere krebshemmende Wirkung liegt darin, dass CBD die Bildung neuer Blutgefässe in Tumoren hemmt. Eine Behandlung mit CBD ist zwar keine Alternative zur normalen Krebstherapie, kann jedoch eine sinnvolle Ergänzung sein.

CBD und Abhängigkeiten

Es gibt Hinweise auf ein therapeutisches Potential von CBD bei Abhängigkeiten von THC, Nikotin und Opiaten. CBD scheint die Entzugssymptome lindern zu können und in einer Studie fiel es Ausstiegs-willigen Rauchern unter CBD leichter, auf die Zigarette zu verzichten als einer Vergleichsgruppe, die ein Placebo bekam. Die Zahl der gerauchten Zigaretten sank in der CBD Gruppe um rund 40%, während der Kontrollgruppe kein Rückgang beim Tabakkonsum gelang.

 

CBD kann vorbeugend oder heilend gegen folgende Erkrankungen wirken:

Neurologische Erkrankungen

Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose(MS), Amyotrophe Lateralsklerose(ALS), Huntington-Krankheit(HD), Hirntumore, Epilepsie, Periphere Neuropathien

Psychiatrische Erkrankungen

Entwöhnung von Rauchen und Kiffen, Angstzustände, Leichte Schizophrenien

Schmerzen

Nervenschmerzen, Migräne, Muskelspasmen, Arthrosen

 

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1 Comment

  1. Marko sagt:

    Genial das wollte ich immer schon wissen ;D
    Danke für den tollen Beitrag.

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